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Was ist der Familienstand?

Der Familienstand hat im gesellschaftlichen Denken kaum mehr eine Bedeutung. Das Standesdenken insgesamt spielt sich höchstens noch in Boulevardblätter ab, die Verlobungen, Eheschließungen und Scheidungen von Stars und Adel im Blick haben. Doch der Familienstand ist viel mehr als eine Standesbeschreibung. Er spiegelt auch die gesellschaftlichen Normen und Moralvorstellungen wider. Ein Beispiel gibt der oberste Repräsentant der Bundesrepublik selbst, der noch verheiratet ist, aber mit seiner Lebensgefährtin im Schloss Bellevue lebt.

Welche Arten und Nebenformen des Familienstandes gibt es?

Es gibt beim Familienstand nicht nur ledig, verheiratet und geschieden. Sondern es gibt auch noch Nebenformen mit im Bürgerlichen Gesetzbuch fest verankertem Rechtscharakter, der auch einklagbar ist. Dazu zählt die Verlobung. Wenn jemand einem Partner die Ehe versprochen hat und sich verlobt hat, dann hat er damit auch schon rechtsverbindliche Verpflichtungen aufgenommen, die bei einer Auflösung der Verlobung auch Folgen haben können. Denn der Familienstand war und ist oft heute noch mit einem gewissen Standesbewusstsein in Moral und Rechtsnormen verbunden. Denn von jemandem, der verheiratet ist, wird selbstverständlich verlangt, dass er die Ehe moralisch einwandfrei führt und für diese Gemeinschaft, die gesetzlich entsprechend geschützt wird, auch entsprechend Vorsorge trifft und für den Unterhalt sorgt. Die Marginalisierung von Geschiedenen war Jahrzehnte lange Praxis. Eine Wende war wohl auszumachen als die Bundesrepublik einen Kanzler bekam, der insgesamt vier Mal verheiratet war. Ein Stand der in den Nachkriegsjahren große Bedeutung hatte, waren die Witwen. Der Stand der Verwitweten machte sich äußerlich schon durch die Verbreiterung des Eherings kenntlich. Zusätzlich wurde er an den Ringfinger der linken Hand gesteckt.

Die gesellschaftliche Bedeutung des Familienstandes

In Bewerbungsunterlagen muss zur besseren Einschätzung des Bewerbers für den zukünftigen Arbeitgeber der Familienstand angegeben werden. Der Familienstand dient hierbei der Einschätzung, welche Verpflichtungen der Arbeitgeber gegenüber seinem zukünftigen Arbeitnehmer eingeht. Eine Diskriminierung aufgrund des Standes ist nicht erlaubt, aber anhand des Sta

In vielen offiziellen Dokumenten muss der Familienstand angegeben werden.

In vielen offiziellen Dokumenten muss der Familienstand angegeben werden.

ndes kann der Arbeitgeber ablesen, ob er eventuell mit Einschränkungen beim Einsatz des Arbeitnehmers rechnen muss. Eingetragen werden muss der Familienstand auf der Lohnsteuerkarte. Der Familienstand muss entsprechend nachgewiesen werden, denn danach erfolgt die Einstufung in der entsprechenden Lohnsteuergruppe.

Ausschlussgründe im weltanschaulichen Bereich

Das Familienstandsregister ist auch für bestimmte weltanschauliche Gemeinschaften von Bedeutung, da z.B. in der katholischen Kirche jemand der verheiratet ist, nicht katholischer Priester werden kann und auch umgekehrt nicht heiraten kann. Diese Gemeinschaft hält auch daran fest, dass eine Scheidung nicht möglich ist und es nur eine Heirat geben kann. Ausnahme ist nur, wenn der Ehepartner verstorben ist. Doch dann besteht in der weiteren Ehe eine Graduierung, denn es handelt sich dann um eine Witwen- oder Witwerehe. Bekannt ist auch, dass unter bestimmten Voraussetzungen eine geheime Ehe (Clandestine) oder auch Josefsehe (ohne Sex) geschlossen werden kann.